Melodien entführen in ferne Länder
Musikverein Dotternhausen und Stadtkapelle Schömberg eröffnen Jubiläum mit Festkonzert
Ein großartiges Konzert in der Festhalle war der musikalische Auftakt der Feierlichkeiten zum 135-jährigen Bestehen des Musikvereins Dotternhausen.
Als Gäste wirkte die Stadtkapelle Schömberg unter Leitung von Thomas Scheiflinger mit. Mit dem Königsmarsch von Richard Strauss (1864 – 1949) füllten mächtige Klänge die Konzerthalle und gingen dann in fast schmeichelnde Melodien über. Eindrucksvoll war die Musik aus der sechsteiligen Suite „Finlandia“ von Jean Sibelius (1865 – 1957). Das Schömberger Blasorchester zeichnete die wachsenden Spannungen zwischen Unterdrückung und dem ungebrochenen Willen nach Unabhängigkeit musikalisch überzeugend nach. „Alle Mann an Bord“ hieß es danach, als der holländische Seefahrer Abel Tasman im Dezember 1642 zu einer abenteuerlichen Reise in See stach.
Dabei entdeckte er die nach ihm benannte Insel Tasmanien. Man wähnte die orkanartigen Stürme, die riesigen Wellen mitten in einer aufgewühlten See zu spüren, als die Schömberger Stadtkapelle das Szenario musikalisch interpretierte. Das Publikum war begeistert und geizte nicht mit Beifall. Temperamentvoll und sicher führte der neue Dirigent Thomas Scheiflinger die über 60 Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle durch das Konzert. Dies war bei den „Pacific Dreams“ von Jacob de Haan, ebenso deutlich, wie bei der Musik zum Film „Children of Sanchez von Chuck Mangione, arrangiert von Nahoiro Iwai. Bei den südamerikanischen und mexikanischen Rhythmen war nicht nur das gesamte Blasorchester gefordert, sondern auch die Solisten Gerd Edelmann (Flügelhorn), Matthias Geiger (Altsaxofon) und Marc Schlaich (Horn). Sie setzten dabei besondere musikalische Akzente.
Mit der feierlich-festlichen Musik „Continental Overture“ des niederländischen Komponisten Johan de Meij setzte der Musikverein Dotternhausen unter Leitung von Musikdirektor Thomas Wunder das anspruchsvolle Konzert fort. Hohe Ansprüche an das gesamte Blasorchester stellte die Komposition „Music for a Festival“ des englischen Musikers und Komponisten Philip Sparks. Bei einem durchgehend festlichen Grundton gelang es dem Orchester und den Solisten, die wechselnden Stimmungsbilder fein herauszulösen und zu einem pompösen Akkord wieder zusammenzuführen. In einem Arrangement von Hans van der Heide präsentierten die Musiker aus Dotternhausen dann bekannte Melodien des erfolgreichen britischen Filmkomponisten John Barry. Mit dem klassischen amerikanischen Marsch „Anchors Aweigh“ setzte das Blasorchester einen fulminanten musikalischen Abschluss. Die Konzertgäste waren von den musikalischen Darbietungen beider Blasorchester und ihrer Dirigenten begeistert und forderten Zugaben.
Quelle: Zollern-Alb Kurier, 27.05.2014, Siegfried Seeburger,
http://www.zak.de/artikel/details/213173/Dotternhausen-Melodien-entfuehren-in-ferne-Laender