Mit ihrem Tattoo-Konzert unter freiem Himmel bot die Stadtkapelle Schömberg gemeinsam mit dem Musikverein Kollmarsreute den zahlreichen Zuhörern auf dem Palmbühlvorplatz am Freitag, 19. Juli eine eindrucksvolle Vorstellung.  Bei bestem Wetter konnte die Veranstaltung wie geplant draußen stattfinden, was für eine besonders schöne Atmosphäre sorgte und die Wirkung der Musik noch verstärkte.

 
 
 

Den ersten Konzertteil gestaltete der Gastverein aus Baden unter der Leitung des früheren Schömberger Trompeters Hannes Schlaich. Die Kapelle eröffnete das Konzert mit „Eiger“ von James Swearinger, welches von der Besteigung des gleichnamigen Bergs in den Berner Alpen handelt.  Genauso beeindruckend ging es mit dem Stück „Pacis Valley“ weiter. Es erzählt die dramatische Geschichte von der Überflutung eines Klosters, lässt aber trotz allem Hoffnung durchscheinen. Bei „A Huntingdon Celebration“, einer schwungvollen Komposition von Philip Sparke, zeigten die Musiker dann so richtig ihre Freude am Musizieren. Schließlich ließ die Kapelle die Zuhörer mit „Oregon“, von Jacob de Haan in den Wilden Westen eintauchen. Die abwechslungsreiche Auswahl der Titel sowie der einwandfreie Vortrag der Musiker wurden von den Zuhörern nach jedem Stück mit viel Applaus belohnt. Mit „Total Toto“ als Zugabe verabschiedete sich der Musikverein Kollmarsreute und die Schömberger Musiker nahmen ihre Plätze ein.

Der zweite Konzertteil begann nach einer kleinen Pause mit den kräftigen Klängen der „Triumphant Fanfare“ von Franco Caesarini. Für das zweite Stück „Deutsche Weisen“ hatte sich die Stadtkapelle Verstärkung besorgt: Der Liederkranz Schömberg sang die Texte zu den bekannten und beliebten deutschen Liedern, die im Stück miteinander verbunden waren und rundete damit den Vortrag sehr gelungen ab. Das darauf folgende Stück „Two Worlds“ ging wiederum in eine ganz andere Stilrichtung. Es entstammt dem Walt Disney-Film „Tarzan“ und hatte vor allem am Schlagwerk einiges zu bieten. Flotte Rhythmen und eingängige Melodien rissen auch die Zuhörer mit. An dieser Stelle kam es plötzlich zu einer Unterbrechung des Programms, von der selbst Dirigent Hans-Walter Berg und die Musiker überrascht waren. Das Schlagzeugregister der Stadtkapelle marschierte als Bauarbeiter mit Warnweste und Helm auf und bot eine unterhaltsame Showeinlage der besonderen Art, bei der Fässer und Leitern als Instrumente dienten. Das Publikum klatschte begeistert mit. Weiter im Programm ging es mit lateinamerikanischen Salsa-, Rumba, und Cha Cha Cha-Rhythmen aus einem Arrangement des mexikanischen Liedes „Frenesi“ aus den 70er Jahren. Auch dieses Stück überzeugte und ließ die Zuhörer im Takt mitwippen. Passend zur hereinbrechenden Dämmerung wurde es dann schließlich etwas ruhiger und getragener. Mit der Hymne „Amen“ von Pavel Stanek, würdigte die Kapelle den besonderen Ort vor der Palmbühlkirche und rundete das Programm stimmungsvoll ab. Die Zuhörer genossen die schöne Atmosphäre des lauen Sommerabends sichtlich und forderten natürlich eine Zugabe. Es folgte das schöne Stück „Gabrieles Song“ aus dem bekannten Film „Wie im Himmel“.

Ganz zum Schluss des Konzerts kamen schließlich noch einmal alle Musikanten und Sänger auf die Bühne. Für die Freunde aus Kollmarsreute stimmten sie gemeinsam „Hoch Badnerland“ an, genauso wie beim Besuch der Schömberger Kapelle in Baden im vergangenen Jahr „Im schönen Schwabenland“ gespielt wurde. Nicht nur deshalb wird den Musikern und Besuchern dieser Abend als ganz spezielles Konzerterlebnis in Erinnerung bleiben.

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