„Howgh Wakatanka!“ Beim Kindermusical „Wakatanka“ am 30. Juni ließen die Projektjugendkapelle Zimmern/Schömberg und der extra gegründete Projektchor die Besucher in die Welt der Indianer und Cowboys eintauchen. So war die Stauseehalle passend zum Indianermusical geschmückt und die Bühne hatte sich durch eine eindrucksvolle Kulisse mit Tipis, Feuerstelle und Saloon in eine Prärie verwandelt. Dazu trugen die insgesamt rund 100 Musiker, Chorkinder, Schauspieler und Solisten bunte Kostüme und auch jedes Kind bekam am Eingang zur Einstimmung ein Haarband mit Feder.
 
Schnell füllte sich die Halle mit Kindern, Eltern und Interessierten. Diese ließen sich von den mitreißenden Melodien und Rhythmen sofort begeistern und lauschten gespannt der Geschichte, die von Annika Pfister vorgetragen wurde. „Wakatanka“ handelt vom gleichnamigen Indianerstamm, welcher seit ewigen Zeiten die Prärie durchstreift und mit der Natur im Einklang lebt. Seit einiger Zeit kommen die Jäger des Stammes allerdings immer häufiger ohne Beute von ihrer Jagd zurück und das Volk leidet Hunger. Indianerkind „Kleiner Bär“, das von Eva Riedlinger gespielt wurde, und seine Freunde beschließen deshalb, selbst nach den verschwundenen Bisons zu suchen und machen sich auf den Weg zu den Bleichgesichtern. Dort treffen sie auf den eingebildeten Cowboy Billy (Christoph Bliestle) und den netten Farmerjungen Tobi (Jule Maier). Mit Tobis Hilfe können sie schließlich den Wind, gespielt von Isabelle Vogel, rufen, der ihnen den Weg zu den Bisons zeigt. Zurück im Indianerdorf feiern alle gemeinsam ein großes Fest auf die Freundschaft zwischen Tobi und den Indianern, sowie die bevorstehende Büffeljagd und das Ende des Hungerns. Weitere Solisten waren Häuptling „Wachsames Auge“ (Florian Mager), Annika Grespan als Indianerkind „Kleine Kaktusblüte“ und Linda Rieger als Medizinmann „Schlauer Fuchs“. Sie stammten, genau wie alle anderen Schauspieler, aus dem Projektorchester. Der Chor bestand aus Schömberger und Zimmerner Kindern und wurde eigens für das Musical gegründet. Unter der Leitung von Evelyn Pfister sangen selbst die Kleinsten mit Begeisterung. Die Instrumentalteile hatte Mario Scheible in intensiver Probenarbeit während der letzten Wochen mit dem Orchester einstudiert. Viele weitere helfende Hände waren am Aufbau der Kulisse sowie an der Regie beteiligt. Diese beachtliche Leistung aller Mitwirkenden wurde vom Publikum mit großem Beifall belohnt.
In seinem Schlusswort bedankte sich der Vorsitzende der Stadtkapelle Schömberg Daniel Saffrin bei allen und ermunterte das Publikum, die Botschaft der Geschichte doch vielleicht auch in den Alltag mitzunehmen: „Für ein offenes Miteinander kann es nur hilfreich sein, offen aufeinander zuzugehen, egal wie der andere aussieht oder wo er herkommt.“

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