Musik aus deutschen Landen mit Begeisterung vorgetragen

In einer vollbesetzten Stauseehalle präsentierte sich am Samstagabend die Stadtkapelle Schömberg mit ihrem Jahreskonzert unter dem Motto "Musik aus deutschen Landen".

Dabei beeindruckten nicht nur die stattliche Anzahl gut ausgebildeter Musiker, sondern auch die Harmonie der Klangköper, das exakte Spiel auf den Instrumenten und das Engagement aller Aktiven.

Der Vorsitzende Ingo Mager begrüßte die Konzertbesucher, unter ihnen den Repräsentant des Blasmusik-Kreisverbandes, Karl Edelmann, sowie viel örtliche Prominenz. Eine neu formierte Jugendgruppe mit über 20 Kindern unter Leitung von Ines Riedlinger eröffnete den musikalischen Reigen mit der "Ode to Europe". Mehr als 40 JungmuJungmusiker der Jugendkapelle kamen dann auf die Bühne. Alle musizierten mit Können und Begeisterung. Dirigentin Evelyn Pfister hatte mit "Nessaja", dem "Wickie Medley" und der Oldie-Melodie "Mein kleiner grüner Kaktus" nicht nur das Herz des Publikums geöffnet, sondern bei den jungen Instrumentalisten auch eine mitreißende Freude wirken lassen.

Das Konzertmotto "Musik aus deutschen Landen", zu dem sich das große Blasorchesters der Stadtkapelle unter der Leitung von Hans-Walter Berg an diesem Abend bekannte, war ungewöhnlich. Wohltuend sind die ausgewählten Kompositionen jedoch allemal, weil sie sich personen- oder ortsbezogen erschließen lassen. Man wolle die Blicke und Ohren auf überregionale, deutsche Musik richten, betonte Hans-Walter Berg bei der Vorstellung des Programms.

Majestätisch erklang zum Einstieg der "Königsmarsch" von Richard Strauss. Dann stellte das Blasorchester die vielfältigen und facettenreichen Wandlungen und Entwicklungen der Hauptstadt Berlins im 21. Jahrhundert musikalisch dar, und brachte die von Kees Vlak geschaffene Komposition "Aufbruch in Berlin" stimmungsvoll und kontrastreich voll zur Geltung.

Mit einer gehörigen Portion Nostalgie wurde das Publikum an harmonische Fernsehabende erinnert, als es hieß "Musik ist Trumpf". Es sei eine Melodie, die sich ins kollektive Gedächtnis der Deutschen eigeprägt habe, sagte Hans-Walter Berg darüber. Beim „Mitternachtsblues“ von Franz Grothe spielte Jochen Kirschbaum auf seiner Trompete einen exakten und gefühlvollen Solopart. Die dabei geschaffene stimmungsvolle Atmosphäre wurde vom Orchester mit "Best of Udo Jürgens" auf Niveau gehalten. Und man summte zumindest innerlich mit beim "Ehrenwerten Haus", oder fühlte Fernweh und Reiselust bei der Erkenntnis "Ich war noch niemals in New York".

Danach war es bei allen an der Zeit "Danke schön" zu sagen, das Orchester musikalisch mit der einprägsamen Melodie von Bert Kaempfert und die begeisterten Gäste mit lang anhaltendem Applaus. Zuletzt zeigte sich die Stadtkapelle in ihrer ganzen Stärke mit dem Schlussbild "Schömberg musiziert", als alle Aktiven auf der Bühne standen und sich mit der Nationalhymne verabschiedeten.

 


Treue Musiker geehrt

Beim Jahreskonzert der Stadtkapelle Schömberg wurden verdiente Musikerinnen und Musiker geehrt. Karl Edelmann, der Repräsentant des Musikkreisverbands Zollernalb, nahm die Ehrungen vor.

Die Ehrennadel in Bronze für zehnjährige Zugehörigkeit zur Stadtkapelle Schömberg erhielten Steffen Kirschbaum und Tim-Markus Brugger. Mit der Ehrennadel in Silber für 20 Jahre Zugehörigkeit wurden ausgezeichnet: Carina Zweigart, Matthias Geiger, Rainer Kraft, Lothar Obert, Andreas Wuhrer und Daniel Saffrin.

Für 40 Jahre aktives musikalisches Engagement in der Stadtkapelle Schömberg und zehnjährige Tätigkeit als Kassier ist Harald Riedlinger mit der goldenen Ehrennadel des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg geehrt worden.

Karl Edelmann würdigte die besonderen Verdienste des engagierten Musikers und überreichte ihm die Ehrennadel sowie eine Urkunde.

Die Geehrten mit den Vorsitzenden Ingo Mager und Daniel Saffrin erhielten von den Konzertbesuchern anhaltenden Beifall.

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