Bemerkenswertes Konzert mit Hornsolist Matthias Berg in der Schömberger Palmbühlkirche
Ein Konzert mit einer herzlichen und innigen Ausstrahlung bot die Stadtkapelle unter Leitung von Prof. Hans-Walter Berg am vergangenen Sonntag in der Wallfahrtskirche auf dem Palmbühl. (Artikel vom ZAK)
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Der Dirigent hatte ein Programm zusammengestellt, das der besonderen Würde des Ortes entsprach und außerdem in die idyllische Umgebung passte. Im Mittelpunkt des Konzertprogramms stand das Horn, jenes Blasinstrument von dem man sagt, es komme der menschlichen Gesangsstimme am nächsten. Hornspieler, die ihr Instrument sicher und dazu tonschön beherrschen, sind wahre Virtuosen.
Die „Fanfare zu einem feierlichen Anlass“ (James Curnow) war ein wunderschönes Zusammenspiel der Orgel mit einem Bläserquintett, wobei vor allem die weichen Klangwirkungen der Orgel kontrastreich zum voluminösen Sound der Blasinstrumente standen. Nach Vorspiel und Variation über den Choral „Lobe den Herren“, forderte der Dirigent die „Konzertgemeinde“ zum Mitsingen auf, und es entstand dabei ein Gefühl wohltuender Gemeinsamkeit.
In der „Romanze“ (Camille Saint Saens) spielte der international bekannte Horn-Solist Matthias Berg die Solopartien mit einer nicht zu überbietenden
professionellen Vollkommenheit. Die breit gefächerte Klangskala des Horns erfüllte das Gotteshaus und traf dabei in die offenen Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Auch bei der musikalischen Ballade „Air poétique“ (Ted Huggens) ließ Matthias Berg sein Horn so sicher und tonschön erklingen, dass sich beim Hin- und Zuhören gleichsam der Weg zur Meditation öffnete.
Der volle Klang des Blasorchesters trat in den Hintergrund, und der Hornist füllte mit starken Klängen den freien Raum. Das „Konzert für Hornquartett und Orchester“ (Heinrich Hübler) war für das Hornregister der Stadtkapelle eine besondere Herausforderung. Klaus Eha, Rainer Kraft, Sarah Pfetzer, Ines Riedlinger, Werner Riedlinger und Marc Schlaich ließen sich im Zusammenspiel mit dem Virtuosen Matthias Berg animieren und schöpften die Ausdruckskraft ihrer Instrumente vom zarten Piano bis zum schmetternden Fortissimo aus. Blasorchester und „Konzertgemeinde“ sangen zum feierlichen Abschluss den Choral „Nun danket alle Gott“ bevor Pfarrer Josef Schäfer den Segen spendete und das Engagement der Stadtkapelle, seines Dirigenten und des Hornsolisten Matthias Berg als besinnlichen Beitrag zur Nachdenklichkeit lobte.